
Angebot:
Akkukopflampen aus stillgelegten Schachtanlagen, aufgearbeitet, das Magnet
geöffnet.
Preis: €51,13 plus Mwst. &Versand.
Einzelplatz Ladegeräte
gibt es im Elektronik-Fachhandel. Mehrplatz Ladegeräte auf Anfrage.
Besonders wichtig für den Bergmann ist das Geleucht. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Grubenlampen lösten das Lichtproblem. Zunächst wurden einfache Holzspäne verwendet (Kienspäne ), danach wurden Fackeln eingesetzt, die allerdings viel Sauerstoff benötigten. Später kamen Kerzen zum Einsatz. Auch Unschlitt (Tierfett) wurde in offenen Grubenlampen mit einen Docht verbrannt. Dann füllte man Öl, in kleine offene oder geschlossene Behälter und zündete dieses ebenfalls an einem Docht an. Bald darauf wurden diese durch die Zugluft unempfindlicheren, wesentlich helleren Karbidlampen ersetzt. Im Kohlebergbau verwendete man Benzin-Sicherheitslampen, die vor “schlagenden Wettern” (Methangas) schützten. Die Flamme war hier in einem doppelten Drahtgitter “eingeschlossen” und konnte das Gas ausserhalb der Lampe nicht entzünden. Heute werden ausnahmslos Akkukopflampen und Langfeldleuchten verwendet.
| Dortmunder Beitr. Landesk. | naturwiss. Mitt. | 34 | 57-84 | Dortmund, 2000 |
Zur Geschichte der Akku-Kopflampen der Herstellerfirmen
Friemann &Wolf GmbH (Duisburg), Concordia-Elektrizitäts-AG (Dortmund) und
Dominitwerke GmbH (Hoppecke Kreis Brilon i. Westfalen).
Von Stefan BAUER, Großalmerode
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der Geschichte der Akku-Kopflampen der Herstellerfirmen Friemann &Wolf, CEAG und DOMINIT. Neben der Beschreibung der einzelnen Baugruppen einer Kopflampe wurde der Versuch unternommen die Geschichte dieser Grubenlampe und deren Herstellerfirmen aufzuarbeiten. Detaillierte Fotos zu den verschiedenen Lampentypen sollen dem Leser vor allem aber dem Grubenlampensammler helfen, die Lampen genauer zu bestimmen (nach Hersteller, Typ und Alter). Jedoch muß hier eingeräumt werden, daß dieser Bericht als noch nicht vollständig angesehen werden kann, vieles muß noch aufgearbeitet wer
1. Einleitung
Die Grubenlampengeschichte ist ein
interessantes Betätigungsfeld für Heimat- und Grubenlampenkundler. Besonders
dann, wenn es sich um Themen handelt, über die bisher noch nicht viel
geforscht wurde. (Ausnahme bilden hier div. Veröffentlichungen in der
Fachpresse). Die Geschichte der Akku-Kopflampe ist vielschichtig, besonders
Firmen wie Friemann &Wolf (kurz FRIWO), Concordia-Elektrizitäts-AG (kurz CEAG)
und Dominitwerke (kurz DOMINIT) haben hieran besonderen Anteil. Am Anfang war
beabsichtigt auch ein paar bekannte ausländische Herstellerfirmen, wie z.B.
Arras/Frankreich oder Oldham/England hinzu zunehmen, jedoch Recherchen bis
dorthin ergaben sich als äußerst schwierig, so daß in diesem Bericht nur auf
die deutschen Hersteller von Kopflampen eingegangen wird. Aber auch hier gilt
es noch viele Lücken zu schließen. Anfragen z.B. bei der CEAG blieben zum
Thema Firmengeschichte erfolglos.
2. Die geschichtliche Entwicklung
Seit dem Jahre 1860 wird unter Tage
elektrisches Geleucht benutzt. Die Franzosen DUMAS und BENOIT erzeugten mit
Hilfe einer Geißlerschen Röhre in Verbindung mit einem Funkeninduktor Licht.
Hoher Preis und großes Gewicht dieses Licht spendenden Apparates beschränkten
jedoch seine Verbreitung.
[1]
Nachdem man im Jahre 1906 die
Metalldraht-Glühlampe erfunden hatte, lag der Weg zur Anwendung von
akkumulatorgespeisten elektrischen Leuchten bzw. Lampen auch im
Untertagebetrieb frei. Denn mit der stoßempfindlichen Kohlefadenlampe, die
auch einen schlechten Wirkungsgrad hatte, konnte ein brauchbares
Grubengeleucht nicht realisiert werden.
[2]
1907 bringt FRIWO die ersten NiCd-Akkumulatoren in Mannschaftslampen auf den
Markt. Im Gegensatz zur Schwefelsäure des Bleiakkus war der NiCd-Akku mit
Kalilauge gefüllt, weshalb diese Lampen auch Alkali-Lampen genannt wurden.
1909 wird die gesamte Belegschaft auf Zeche Radbod in Hamm/Westfalen mit
elektrischen CEAG-Grubenlampen ausgerüstet, nachdem sich 1908 auf dieser Zeche
eine der schwersten Schlagwetterexplosion im Ruhrkohlenbergbau mit 349 toten
Bergleuten ereignete.
[3]
Diese Lampe war ebenfalls mit NiCd-Akkumulator ausgerüstet. Als die
Zechenleitung 1913 ihr bisheriges Geleucht durch die verbesserte „R“-Lampe
ersetzte, wurden die neuen Lampen nicht gekauft, sondern gemietet. Die sog.
Fremdbewirtschaftung war geboren. Gegen Zahlung eines Schichtpreises für jede
Lampe stellte die CEAG nicht nur das Geleucht, sondern auch die gesamte
Lampenstubeneinrichtung und einen geschulten Meister, der für eine
fachmännische und zuverlässige Wartung bürgte, zur Verfügung. Dieses
Mietsystem hat sich bis heute bewährt. Die vertragliche Lampenbewirtschaftung
brachte den Zechen viele Vorteile: bei der Erstausstattung benötigten die
Zechen kein Kapital, was besonders in der Einführungszeit der elektrischen
Grubenlampen wesentlich war. Zudem konnten sie laufend die auf breiter Basis
erworbenen Erfahrungen der Herstellerfirma nutzen.
[4]
Dem Aufsichtspersonal standen seit den
20er Jahren besonders kleine, flache und kastenförmige Handlampen zur
Verfügung, deren Gehäuse meist vernickelt waren und mit einem Lederriemen um
den Hals getragen wurden.
Die charakteristischen Schwankungen des
Lichtstrahles beim Gehen des Trägers trugen ihnen die Bezeichnung „Blitzer“
ein.
[5]
1923 patentiert FRIWO unter der Nr. 446 183 die erste Akku-Kopflampe mit
NiCd-Akkumulator aus Faldbandelektroden für den Bergbau, die zunächst nur von
Handwerkern unter Tage benutzt wurde. In den USA hatten sich Kopflampen seit
den 20er Jahren bestens bewährt, da der Träger den Vorteil hatte beide Hände
frei zum Arbeiten zu haben und der Lichtstrahl immer in Blickrichtung des
Trägers fiel. Kopflampen werden gewöhnlich mit Lampenhalter am Batteriegehäuse
mittels eines Gürtel am Leibe getragen. Es gab auch die Möglichkeit über einen
Lederriemen diese über den Hals oder über die Schulter zu hängen. Das
Kopfstück wurde an einer Mütze, danach an der Lederschutzkappe und später am
Schutzhelm befestigt. Um etwa 1930 kam auch die CEAG mit Akku-Kopflampen auf
den Markt. Mit den „Mützenlampen“, wie sie damals auch genannt wurden, war man
mit den Typen Am und MKD erschienen. Bei dem Typ Am handelte es sich um eine
Lampe mit 4V Stromspannung und einem Bleiakku, dagegen war der Typ MKD schon
mit einem zweizelligen alkalischen Röhrchenakkumulator von 2,6 VStromspannung ausgerüstet. Im Gewicht spiegelte sich kaum ein Unterschied
wieder, beide Lampen wogen zwischen 2bis 3kg. Aber zum Vergleich zur
herkömmlichen Rundlicht-Lampe, die bis zu 5,5 kg wiegen konnte, war dies schon
ein großer Fortschritt hin zu einem besseren Geleucht. Ende der 50er Jahre
wurde die Rundlicht-Lampe dann von den modernen Akku-Kopflampen verdrängt.
1935 kamen auch Kopflampen von DOMINIT vom Typ MüA 0und MüA 1auf den Markt.
Unter der Bezeichnung „elektrische Sicherheits-Mützenleuchte“ waren auch diese
Lampen mit einem NiCd-Akku mit positiven Röhrchenplatten ausgerüstet. Alle
Grubenlampen wurden vor Einführung von der Berggewerkschaftlichen
Versuchsstrecke (BVS) in Dortmund-Derne einer
Schlagwetter-Sicherheitsuntersuchung unterzogen, bevor diese dann auf dem
Markt verkauft werden durften. 1943 wurde von FRIWO eine neue Kopflampe vom
Typ 830cr vorgestellt, die unter der Prüfbescheinigung Nr. NIII/9 vom 26.
August 1943 als schlagwettersicher zugelassen wurde. Diese Lampe hat sich
weltweit bewährt und wurde noch Anfang der 50er Jahre auf verschiedenen
Bergwerken gefahren. Diese Lampe wog zwar fast 3kg, hatte aber auch eine
Brenndauer bis zu 15 Stunden. Ein Vergleich der verschiedenen Kopflampen zeigt
die Tabelle 1.
Tabelle 1.
Verschiedene Kopflampen vor 1950 mit deren
techn. Daten
|
Hersteller
|
Typ
|
Akkumulator
|
Spannung
|
Gewicht
|
Brenndauer
|
Glühlam.
|
|
FRIWO
|
830cr
|
NiCd
|
2,6 V
|
3,0 kg
|
13 –15 h
|
1,0 A
|
|
CEAG
|
Am
|
Blei
|
4 V
|
2,6 kg
|
12
|
?
|
|
CEAG
|
MKD
|
NiCd
|
2,6 V
|
2,8 kg
|
14
|
?
|
|
DOMINIT
|
MüA 0
|
NiCd
|
2,6 V
|
2,5 kg
|
10
|
1,0 A
|
|
DOMINIT
|
MüA 1
|
NiCd
|
2,6 V
|
3,1 kg
|
10
|
1,0 A
|
|
DOMINIT
|
M 2a
|
NiCd
|
2,6 V
|
2,54 kg
|
10
|
?
|
Nach 1950 kam es zu neu entwickelten
Kopflampen, die bessere Akkumulatoren, hellere Glühlampen und leichter waren.
Was zu weiteren Angebot gehörte, waren die neuen dreizelligen Lampen, die auf
den Markt gekommen waren. Außerdem wurde nun die Lampe durch einen besonderen
Ladekontakt über das Kopfstück aufgeladen. Früher mußten die Batteriegehäuse
geöffnet werden, bevor die Lampe geladen werden konnte. Neu war nun auch, daß
die Akkus aus dem Gehäuse entnommen werden konnten, was die Wartung des Akkus
erheblich vereinfachte. Mit der Zulassung Nr. 104 vom 11.1.1956 kam die CEAG
mit einer neuen dreizelligen Kopflampe vom Typ MLC 4.1 auf den Markt. Die
Lampe hatte eine Stromspannung von ca. 3,9 Vund eine Akkukapazität von 11 Ah.
Zuvor hatte FRIWO mit der Kopflampe vom Typ 13301 am 18.8.1954 die Zulassung
Nr. 92 als schlagwettersichere Grubenlampe von der BVS erhalten.
[6]
Es folgten noch weitere Lampentypen:
FRIWO, Typ 12401 Zulassung
im Juni 1953
FRIWO, Typ 13201 Zulassung
Nr. 95 am 5.8.1955
FRIWO, Typ 12951 Zulassung
Nr. 111 am 29.12.1956
DOMINIT, Typ KS 11 Zulassung
Nr. 112 am 7.3.1957
FRIWO, Typ 14101 Zulassung
Nr. 119 am 4.7.1957
FRIWO, Typ 14301 Zulassung
um 1958 (?)
FRIWO, Typ 14201 Zulassung
Nr. 127 am 7.3.1958
CEAG, Typ MLC 5.1 Zulassung
Nr. 128 am 7.7.1958
Weitere neue Lampen, die bei DOMINIT
entwickelt wurden zeigt die Tabelle 2. Leider fehlen dazu noch wichtige
Einzelheiten, so daß die Tabelle 2noch unvollständig wirkt. Es geht letztlich
aber darum, daß diese Lampentypen mal aufgelistet werden um nicht ganz in
Vergessenheit zu geraten.
Tabelle 2.
Techn. Daten von
DOMINIT-Kopflampen nach 1950
|
Typ
|
Akkumulator
|
Spannung in V
|
Gewicht in kg
|
Brenndauer
|
|
EKO
|
NiCd
|
2,6
|
1,5
|
10 –11
|
|
MüA 0/2
|
NiCd
|
2,6
|
2,5
|
10 –11
|
|
MüA 1/2
|
NiCd
|
2,6
|
2,8
|
10 –11
|
|
KS 11
|
NiCd
|
3,8
|
2,4
|
13 –26
|
|
KS 30/1
|
NiCd
|
3,8
|
2,3
|
14 –28
|
|
KS 30/2
|
NiCd
|
3,8
|
2,3
|
14 –28
|
|
KS 50
|
NiCd
|
3,8
|
?
|
?
|
|
KS 55/1
|
NiCd
|
3,8
|
?
|
11
|
|
M 2b
|
NiCd
|
?
|
?
|
?
|
|
M 2Ex
|
NiCd
|
?
|
?
|
?
|
|
MK 10
|
NiCd
|
?
|
?
|
?
|
|
K 200
|
NiCd
|
?
|
?
|
?
|
Eine der ersten Ex-geschützten Kopflampen stellt die CEAG, Typ MLR 3da. Als Stromquelle diente hier ein „doppelzelliger“ DTN 6,5 NiCd-Akku mit einer Kapazität von 6,5 Ah und einem Gewicht von nur 1,46 kg. Das Gehäuse bestand aus nickelplattiertem Stahlblech. Mit einem Klemmbügel an der Rückseite konnte man das Batteriegehäuse an Lederriemen oder Gürtel befestigen. Wann die Lampe auf den Markt kam ist z. Zt. noch nicht bekannt. Die interessanteste Akku-Kopflampe wurde auf der Deutschen Bergbau Ausstellung 1958 von der Firma Dominitwerke gezeigt: eine schlagwettergeschützte Kopflampe mit einer Gürtelbatterie aus gasdichten Zellen in Kunststofftaschen. Der NiCd-Akku hatte eine Spannung von 6V und wurde über das Kopfstück aufgeladen. Im März 1968 brachte die CEAG die Kopflampe vom Typ MLO 2auf dem Markt, die in einer Ledertasche aufbewahrt wurde und mit einem Lederriemen um den Hals getragen werden mußte. Mit der Zulassung Nr. 175 und 176 von der BVS am 26.4.1968 brachte FRIWO zwei neue Lampentypen heraus. Die zweizellige Kopflampe vom Typ 14202 und die dreizellige Kopflampen vom Typ 14303 mit einer Akkukapazität von 14 Ah. Später folgte dann noch eine neue dreizellige Kopflampe vom Typ 14203. Die CEAG brachte unter der Zulassung Nr. 180 am 13.7.1971 noch eine Lampe vom Typ MLC 9auf den Markt, die am 15.2.1972 unter der Nr. IIIB/E-22593 den Ex-Schutz erhielt. 1971 kommt es zu einer Fusion mit CEAG und Dominitwerke GmbH. Die neue Firma CEAG-DOMINIT hat ihren Firmensitz nun in Dortmund. Um 1976 wird CEAG-DOMINIT umgewandelt in die Firma CEAG Licht- und Stromversorgungstechnik GmbH, Dortmund. Um 1984 entwickelt man dort die neue Kopflampe [7] vom Typ HLE 7L mit einem gasdichten NiCd-Akku. Die Lampe erhielt den Ex-Schutz nach PTB-Nr. IIIB/E-29989 und wird als Arbeits- und Inspektionsleuchte eingesetzt. Eine Ledertasche nimmt diese Lampe auf [8] , außerdem soll sie die Lampe vor Beschädigung schützen. Lampenhalter am Batteriegehäuse ermöglichen das Tragen am Gürtel. Das Besondere an dieser Lampe ist der gasdichte NiCd-Akku mit integrierter Ladeschaltung zum Anschluß an das 220 VLichtnetz (heute 230 V). Zum Aufladen der entladenen Akkumulatoren werden ca. 18 Stunden benötigt. Eine grüne Leuchtdiode (LED) zeigt an, daß Ladestrom in den Akku einfließt. Der neue Typ HLE 7LEN hat zwei LED‘ s. Hierbei zeigt eine rote Leuchtdiode an, daß der Ladevorgang beginnt. Nach 18 Stunden schaltet dieser automatisch um auf Erhaltungsladung, die grüne Leuchtdiode brennt. Die Lampe hat eine Brenndauer von 6– 8Stunden.
3. Aufbau einer Kopflampe bzw. –leuchte
Eine Akku-Kopflampe setzt sich aus vier
Baugruppen zusammen: Kopfstück, Verbindungskabel, Batteriegehäuse und
Akkumulator. Nachstehend soll auf diese Baugruppen detailliert eingegangen
werden.
Abb. 1:
Bildliche Darstellung der einzelnen Bauteile (Batteriegehäuse, Akkumulator,
Verbindungskabel und Kopfstück) am Beispiel der FRIWO-Kopflampe vom Typ 14201.
Abb. 2:
Zusammenwirken der einzelnen Baugruppen an
der FRIWO-Kopfleuchte vom Typ 14303.
1= Gehäuse vst., 2= Zylinderschraube, 3=
Nummerschild, 4= Batterie vst., 5= Oberteil vst. (Kappe, Kopflampenkabel und
Kopfstück vom Typ 14152), 6= Dichtung, 7= S-Zeichen
(mit freundlicher Genehmigung der Firma
Friemann &Wolf GmbH, Duisburg)
3.1 Kopfstück
Das
wichtigste Teil einer Kopflampe. Die heutigen Kopfstücke werden in der Regel
aus Kunststoff, meist handelt es sich um Polyamid, gefertigt. Früher bestanden
sie meist aus Metall oder Bakelite. Das Kopfstück besteht aus einem
Kunststoffgehäuse mit Gewindering, Schutzscheibe bzw. –glas, Reflektor,
Dichtung, Glühlampe, Druckfeder und einem Schalter zum Ein-, Aus- und
Umschalten. Bei älteren Ausführungen hatte man nur einfache Glühlampen, man
ist aber später zu spezial Zweiwendel-Glühlampen übergegangen. Durch einen
Schalter kann man einen stärkeren, meist 1A aufnehmenden Hauptfaden bzw. -wendel (ein gebündeltes Fernlicht) oder einen schwächeren, 0,5 Aaufnehmenden
Nebenfaden bzw. –wendel (ein diffuses Nahlicht) auswählen. Die
Zweiwendel-Glühlampen haben den Vorteil, daß die Nebenwendel eine wertvolle
Reserve bildet, wenn die Hauptwendel versagt (z.B. Wendelbruch). Außerdem kann
die Lichtstärke der Leuchte bei Bedarf durch Einschalten der Nebenwendel
abgeblendet werden (der Arbeitskollege wird z.B. dadurch nicht geblendet). Die
Glühlampe ist so in das Kopfstück eingesetzt, daß sie mit ihrem Glaskolben
gegen das Schutzglas stößt. Wird dieses Glas zerstört oder bricht kaputt, so
wird die Glühlampe durch die Druckfeder heraus geschleudert. Dadurch soll die
Zündung von Schlagwetter durch die Glühlampe verhindert werden. Die Art der
Glaskolben (mattes oder klares Glas) war von Hersteller zu Hersteller
unterschiedlich, gewöhnlich gab es aber folgende Glaskolben:
-
klares Glas für ein
extrem scharf gebündeltes Licht (Spotlight)
-
seidenmattes Glas für
ein scharf gebündeltes Licht
-
mattes Glas
für ein gebündeltes Licht
Der Unterschied der verschiedenen
Glaskolben besteht darin, daß die matten Glühlampen den Vorteil haben, daß
auch das direkte Licht, das nicht über den Reflektor geht, gestreut wird und
somit nicht blendet. Die Lichtverluste durch Verwendung von matten Glühlampen
im Kopfstück liegen je nach Mattierungsgrad zwischen 0,5 bis 1% und sind
daher völlig unbedeutend.
[9]
Die matten Glaskolben wurden durch ätzen mit Flußsäure hergestellt, wobei
dieses Herstellungsverfahren später verboten wurde, so daß heute nur noch
klare Glühlampen in den Kopfstücken vorhanden sind. In der Regel arbeiten die
Glühlampen bei einer Nennspannung von 2,5 Voder 3,75 Vund haben dabei eine
Stromaufnahme von 0,4 bis 1,5 A. Jedoch muß hier eingeräumt werden, daß eine
Lampe z.B. mit einer 1,5 Astarken Glühlampe nicht die Brenndauer erreichen
kann, wie eine Lampe mit einer 0,8 Astarken Glühlampe. Jüngste Versuche im
Steinkohlenbergbau mit 1,3 Astarken Glühlampen (Haupt- und Nebenwendel)
ergaben, daß der Akkumulator nicht die gewünschte Kapazität erreichte. Ein
solcher Akku ist z. Zt. noch nicht auf dem Markt.
Die Hersteller fertigten ihre Kopfstücke
in verschiedenen Baureihen an, so hatte FRIWO bei den Lampen vom Typ 13201,
14101, 14201 und bei der Beamten-Kopflampe mit 3V Silber-Zink-Akku vom Typ
12401 (ab 1953 auf dem Markt) das Kopfstück vom Typ 14161 angebaut. Die neuere
Lampengeneration vom Typ 14202, 14203 und 14303 hatten dann das verbesserte
Kopfstück vom Typ 14152 erhalten, daß eine bessere Lichtausbeute hatte.
Aufgrund guter Erfahrungen mit diesem neuen Kopfstück, wurden um 1985 die
Kopflampen vom Typ 14101 und 14201 auf das Kopfstück 14152 umgerüstet. Alle
FRIWO-Kopfstücke wurden mit schwenkbaren Lampenhalter hergestellt. Die CEAG
stellte ihre Kopfstücke aus verschiedenen Rohmaterialien her, ebenfalls aus
Polyamid aber auch für besonders feuchte und heiße Gruben aus
Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS). Die Kopfstücke wurden in zwei Baureihen
angeboten: Typ 1281 mit starren Lampenhalter und Typ 1288 (heute Typ 1229) mit
schwenkbaren Lampenhalter. Die Dominitwerke hatten ebenfalls unterschiedliche
Kopfstücke, jedoch sind die genaueren Typenbezeichnungen z. Zt. nicht bekannt.
Abb. 3:
FRIWO-Kopfstücke unterteilt in Vorder- (Bild
oben) und Rückansicht (Bild unten). Links das Kopfstück vom Typ 14161 und
rechts das neuere Kopfstück vom Typ 14152. Auf beiden Kopfstücken konnte der
ein und derselbe Ladekontakt (Ladeschlüssel) verwendet werden.
Abb. 4:
CEAG-Kopfstück mit starren Lampenhalter vom
Typ 1281.
3.2 Verbindungskabel und
Batteriegehäuse
Am
Kopfstück angeschlossen, befindet sich das Verbindungskabel. In der Regel sind
es zwei hochflexible, gummierte und spiralenförmig um eine Hanfseele gedrehte
Adern. Dadurch wird eine gute Biegefähigkeit gewährleistet. Die beiden
Leitungen sind von einem Neoprene-Mantel überzogen. Neoprene ist nicht
brennbar und unempfindlich gegen Körperschweiß, aggressive Grubenwässer und
andere chemische Einflüsse. Das Verbindungskabel wird am Ende des Kopfstückes
und am oberen Teil des Batteriegehäuses, der sog. Kappe, durch einen
verstärkten Schutzschlauch bzw. einer Knickschutztülle aus Gummi gegen
Kabelbruch geschützt. Früher bestand dieser Schutz meist aus einer
Drahtspirale, wie am Beispiel an der FRIWO-Kopflampe vom Typ 830cr oder der
CEAG-Kopflampe vom Typ MKD. Außerdem wird das Kabel gegen Zug und Schub durch
eine Schlauchschelle, früher durch einen aufgeschweißten Wulst, gehalten.
Dieser Wulst war meistens an der Knickschutztülle, der heute noch angebracht
wird, damit diese nicht ebenfalls sich verschieben kann. Bei allen
DOMINIT-Kopflampen war ebenfalls ein solcher Kabelschutz anzutreffen. Es
konnte außerdem noch festgestellt werden, daß zusätzlich bei der
CEAG-Kopflampe vom Typ MLC 4.1 und bei den Kopflampen der Dominitwerke (hier
sind als Beispiel die Typen KS 11, KS 30/1, KS 30/2 und KS 50 zu nennen) die
Schutztülle noch durch eine Gewindebuchse fixiert wurde. Ein ähnliches
Verfahren wurde auch an Kopfstücken der DOMINIT-Kopflampen festgestellt. Die
Kappe ist das obere Teil des Batteriegehäuses.
Dort befinden sich im
Innern der Kappe die elektrischen Anschlüsse, Schmelzsicherung (in der Regel
bis zu 3A), die Batteriekontakte (die sog. Kontaktfedern) ein Dichtring und
der Magnetverschluß. Bei den Kopflampen mit Ex-Schutz ist es ein
Dreikant-Schraubenverschluß. Der Dichtring soll den oberen Teil des
Batteriegehäuses mit dem unteren Teil abdichten. Erstens aus
Sicherheitsgründen (Ex- und Schlagwetterschutz) und zweitens soll beim Laden
ausgetretene Lauge nicht nach außen gelangen, wodurch Kleidung und Haut des
Lampenträgers unter Umständen verätzt werden könnte. Das untere Teil des
Batteriegehäuses nimmt den Akkumulator auf. Durch zwei Lampenhalter kann die
Lampe am Gürtel oder an ähnlichen Dingen (wie weiter vorne schon beschrieben)
getragen werden. Für den Grubenlampensammler bittet das Batteriegehäuse
außerdem noch etwas, der Herstellersignatur. Diese ist von der BVS
vorgeschrieben und umfaßt folgende Punkte:
-
der Name des
Herstellers
-
die Benennung der
Leuchte (Typ)
-
das jeweilige Zeichen
der Schutzart (S, Ex oder bei neuen Lampen nach der Euro-Norm 50033 das
Zeichen EEx I)
Die Lampen werden außerdem noch zusätzlich
mit einer Lampen- bzw. Markennummer
versehen, di
e identisch mit der Nummer des
Selbstretters und der Lochkarte des Bergmanns ist. Dieses Nummernverfahren
dient der Sicherheits- sowie Anwesenheitskontrolle.
Beide Gehäuseteile werden mittels Magnet-
oder Dreikant-Schraubenverschluß gegen unbefugtes Öffnen gesichert. Auch hier
gibt es von Hersteller zu Hersteller verschiedene Varianten, z.B. wie am
Magnetverschluß:
-
FRIWO,
Federbolzen-Magnetverschluß. (Bei fast allen Lampentypen nach 1957)
-
CEAG, doppelwirkender
Magnetverschluß. Zwei federnde Backen, die in seitliche Schlitze des in der
Kappe eingesetzten Haltebolzen eingreifen. (Alle Lampentypen nach 1956)
-
DOMINIT,
einfacher Magnetverschluß. (Alle Lampentypen ab 1955).
Abb. 5:
Herstellerschild an der Beamten
Akku-Kopflampe von FRIWO, Typ 12401.
Abb. 6:
Herstellersignatur an der CEAG-Kopflampe vom
Typ MLC 4.1 (Bild oben) und an der DOMINIT-Kopflampe vom Typ KS 30/1 (Bild
unten).
Abb. 7:
Dreikant-Schraubenverschluß an der
FRIWO-Kopflampe vom Typ 14202.
Beim Laden und Entladen der Akkumulatoren
entsteht Wasserstoffgas, daß sich im Innern unter der Kappe des
Batteriegehäuses sammelt und dort ein zündfähiges Gas/Luftgemisch bilden kann.
Diese wurden bei den früheren Kopflampen durch kleine Bohrungen (< als 1mm)
oder durch Überdruckventile nach außen geleitet. Bedingt durch Schäden an den
Akkus (z.B. Zellenkurzschluß), durch Schäden an den Kontakten und Verbindungen
oder durch mechanische Erschütterungen können sich elektrische Funken bilden,
die dann zu einer Zündung des Wasserstoff-Sauerstoffgemisches und damit zum
Zerplatzen des Batterie- und Akkugehäuses führen können. So wurde auf Anlaß
des Landesoberbergamt NRW in den Jahren von 1980 bis 1989 und nach erfolgten
Zwischenfällen im deutschen Steinkohlenbergbau, nach Verbesserung dieser
Problematik geforscht. Man entwickelte zusammen mit den Lampenherstellern
Lampendeckel bzw. –kappen mit zentralen Ladegasableitungen, welche die
Ladegase durch Kanalsysteme gleich ins Freie leiten. Die Kappen bei
CEAG-Kopflampen sind heute so konstruiert, daß zwischen Batteriezelle und
Ladegaskanalöffnung jeweils ein Dichtungsstopfen eingebaut ist und die
Kanalleitungen durch Schaumstoff-Filter (früher durch Filtervlies) geschützt
werden. Durch ein Schutzblech werden diese Filter von außen vor groben Schmutz
geschützt.
Die Umrüstung sorgte für ein Umbenennen
der bisherigen Lampentypen. So wurde aus der MLC 5.1 die MLC 5.2 (ab Februar
1989) und aus der MLC 9die MLC 9.2 (ab
November 1989). Bei FRIWO blieb es bei
einer Lampe, dem Typ 14202 EN (ab Juni 1989). Die Neukonstruktion und die
Umrüstung aller Lampenkappen bzw. –deckel hat der damaligen Ruhrkohle Bergbau
AG eine Unsumme gekostet. Die Umrüstung auf zentralentgaste Kopflampen
erfolgte bei der RAG dann im Jahre 1991. Die alten Lampen der Firma CEAG vom
Typ MLC 5.1 und Typ MLC 9mußten ausgemustert werden.
Bei FRIWO wurde die Kappe an der Lampe vom
Typ 14202 umgeändert. Die Vorgängertypen 14101 und 14201 waren von der
Umrüstung nicht betroffen, sie waren schon mit einer zentralen Entgasung
ausgerüstet, verschwanden aber bald, da Lampenstuben mit diesem Geleucht aus
wirtschaftlichen Gründen später aufgelöst wurden.
Abb. 8:
Entgasungsventil an der Oberseite der Kappe
zwischen den beiden Gewindelöchern zum Befestigen eines Lampennummerschildes
(FRIWO-Kopflampe, Typ 14201).
Abb. 9:
Entgasungsventil an der Seite der Kappe an
CEAG-Kopflampe vom Typ MLC 4.1.
Abb. 10:
Entgasungsventil am Gewindestopfen auf der
Kappe (DOMINIT-Kopflampe, Typ 30/1).
Abb. 11:
Zentralkanalentgasung am Kabeldeckel der
Kappe (FRIWO-Kopflampe, Typ 14202).
Abb. 12:
Schaumstoff-Filter am Entgasungskanal der
CEAG-Kopflampe vom Typ MLC 9.2.
3.3 Akkumulator
Die Versorgungseinheit jeder Kopflampe.
Bisherige Nachforschungen haben ergeben, daß FRIWO wohl einer der ersten
Grubenlampenhersteller war, der NiCd-Akkumulatoren hergestellt hat. Es folgte
danach die CEAG und DOMINIT mit NiCd-Akkumulatoren. Wie funktioniert überhaupt
ein NiCd-Akku? Hierzu soll FRITZSCHE (1957) S. 726 zitiert werden: „Bei ihm
bestehen die positiven Platten aus Nickelhydroxyd, dem zur Erhöhung der
Leitfähigkeit Nickelflocken beigemischt sein können. Beim Entladen geht die
wirksame Masse in Nickelhydroxydol über. Die negative Platte ist
Kadmiumschwamm, der sich beim Entladen zu Kadmiumhydroxyd umwandelt. Als
Elektrolyt dient Kalilauge. Bei der Ladung findet also eine Reduktion der
Kadmium- und eine Oxydation der Nickelverbindungen statt, während bei der
Entladung die chemischen Vorgänge umgekehrt verlaufen. Beim Entladen sinkt die
Spannung allmählich von etwa 1,3 auf 1,1 V. Der Wirkungsgrad des
Stromspeichers ist 45 –55 %. Der Ladestrom kann 3– 4mal stärker als der
Entladestrom sein; die Ladezeit ist etwa 1/2 –2/3 der Entladezeit.“
Waren vor 1950 noch viele Lampen mit
zweizelligen Akkumulatoren ausgerüstet, so ist man heute dazu übergegangen in
die Kopflampen drei Zellen einzubauen. Eine NiCd-Zelle hat eine
durchschnittliche Stromspannung von 1,2 VGleichstrom. Ausnahme bildet heute
hier lediglich die zweizellige FRIWO-Kopflampe vom Typ 14202 mit einer
Gesamtspannung von 2,6 V, also 1,3 Vpro Zelle. Da dreizellige Kopflampen eine
bessere und vor allem höhere
Batteriekapazität haben, wirkt sich dies auch in der längeren Brenndauer der
Lampen nieder. Bis etwa 1953 wurden auch für die Kopflampen alkalische
NiCd-Akkumulatoren üblicher Bauart benutzt. Sie waren mit positiven Röhrchen-
oder Faldbandelektroden, negativen Taschenelektroden, perforierten Scheidern
aus Kunststoff sowie Federventilen ausgestattet und enthielten viel Lauge,
weil die Elektrodenoberkante stets von Lauge überspült sein mußte.
[10]
Dies wirkte sich im Gewicht der Akkumulatoren aus, die zudem noch aus
Stahlblechgehäuse gefertigt wurden. Man ist dann auf Akkus aus
Kunststoffgehäuse übergegangen, wobei Füllmarkierungen an der transparenten
Kunststoffzelle noch besser erkennen lassen, ob Lauge nachgefüllt werden muß
oder nicht. Eine ganz große Arbeitserleichterung für den Lampenwart. Bei FRIWO
und auch bei CEAG entwickelte man Zellen, die mit neuartigen Füllverschlüßen –nämlich die überdruckfreie und ventillose Entgasung nach Kammerhoff –ausgestattet waren. Auch die NiCd-Akkus wurden durch halbnasse Zellen
verbessert, deren Entwicklung 1952 begann. Nach KEUL (1966) wird bei diesen
Zellen der perforierte und gerippte Kunstoffscheider durch einen saugfähigen
Docht versehenden Textilscheider aus Kunststoffasern ersetzt. Dadurch braucht
die Zelle nicht mehr bis über die obere Elektrodenkante gefüllt zu werden.
Außerdem kann durch die neuentwickelten Zellen die Kopflampe in jeder
beliebigen Lage eingesetzt werden, da ein Austritt von Kalilauge in der Zelle
vorhanden „Restmenge“ nicht mehr möglich ist.
[11]
Die Herstellung von Zellen in der überdruckfreien und halbnassen Ausführung
hat sich bis heute bestens bewährt. Sie wird in Verbindung mit positiven
Röhrchenelektroden, positiven Faltbandelektroden (jeweils zusammen mit
negativen Taschenelektroden) und mit Sinterelektroden angewendet.
[12]
Tabelle 3.
Typen von Akkumulatoren in Kopflampen
|
Hersteller
|
Anzahl und Typ des Akkus
|
Kopflampentyp
|
|
CEAG
|
3TC 12/88 S
|
MLC 5.1
|
|
CEAG
|
3TC 12/70 S
|
MLC 4.1
|
|
CEAG
|
3TC 8/88 S
|
MLC 9
|
|
FRIWO
|
2bzw. 3 FN 14 St.
|
14101/14201
|
|
FRIWO
|
2bzw. 3 FN 14 K.
|
14202/14303
|
|
DOMINIT
|
2TC 14/88
|
M2 a
|
|
DOMINIT
|
3TC 10/104
|
KS 11
|
|
DOMINIT
|
3TC 10/104 S
|
KS 30/1
|
4. Lampenbewirtschaftung und
Lampenstubeneinrichtung
Akku-Kopflampen werden in der Regel in
einem speziellen Raum aufgeladen: der Lampenstube. Die Bewirtschaftung der
Lampen kann vom Bergwerksbetreiber selbst in „Eigenbewirtschaftung“ oder von
der Lampenfirma in „Fremdbewirtschaftung“ durchgeführt werden. Ein Beispiel
für Fremdbewirtschaftung zeigt die Zeche Radbod in Hamm, wo 1913 die CEAG
ihren ersten Vertrag abschloß. Die Eigenbewirtschaftung ist für die Dauer
etwas billiger, dagegen hat die Fremdbewirtschaftung den Vorteil, daß
Neuerungen und Verbesserungen auf dem Gebiet der Lampen schneller dem
Bergwerksbetreiber zugute kommt.
[13]
Wurden früher 6bis 7Leute in der Lampenstube beschäftigt, so waren es nach
der Einführung der Kopflampen in den 50er Jahren nur noch ein Lampenmeister
und ein paar Lampenwarte. Auf 500 Lampen kommt heute ein Lampenwart, wie z.B.
im deutschen Steinkohlenbergbau. Hier kann es sein, daß bei großen
Lampenstuben dreischichtig gearbeitet wird, wobei der Personalschwerpunkt auf
der Frühschicht liegt. Mittag- und Nachtschicht sind schwächer belegt. Kleine
Lampenstuben auf Außenschächte sind in der Regel nur ein- oder zweischichtig
belegt. Der Lampenmeister fährt grundsätzlich nur Frühschicht. Das
Lampenstubenpersonal hat im wesentlichen folgende Aufgaben:
-
Reinigung und Pflege
der Lampen und Ladeeinrichtungen
-
Füllen der Batterie
mit Kalilauge oder destilliertem Wasser
-
Entnahme der Batterie
bei Urlaub/Krankheit
-
Durchführung
von Reparaturen
-
Schalterdienste
Der Lampenmeister kontrolliert die
durchgeführten Reparaturen, disponiert die Ersatzteile und das erforderliche
Personal und beaufsichtigt seine Mitarbeiter.
Lampenmeister sind in der Regel
Elektrofachkräfte. Lampenwarte benötigen keine Facharbeiterausbildung, die
Schulung bzw. Ausbildung übernimmt die Lampenfirma.
Geladen werden Akku-Kopflampen in der sog.
Selbstbedienung an der Ladebühne. Dabei wird das Kopfstück auf einen
Ladekontakt, dem sog. Ladeschlüssel, aufgesteckt und um 180° gedreht. Die
Lampe wird dann über das Kopfstück im geschlossenen Zustand des
Batteriegehäuses aufgeladen. Das neben dem Ladeplatz angeordnete Amperemeter
zeigt den Ladezustand der Lampe an. Die gleichmäßige Ladung sämtlicher
Kopflampen wird durch automatische Gleichrichter gesteuert. Durch eine
selbsttätige Regelung wird die Ladespannung unabhängig von
Netzspannungsschwankungen und von der Zahl der unter Ladung stehenden Lampen
sowie von deren Ladezustand auf gleicher Höhe geladen. Ein weiterer Regelkreis
sorgt dafür, daß die Geräte gegen Überlastung unempfindlich und
kurzschlußsicher sind.
[14]
Die Gleichrichter werden primär mit 230, 380 oder 500 VWechsel- oder
Drehstrom versorgt. Die Ladespannung liegt bei zweizelligen Kopflampen bei 3,4
V und bei dreizelligen Kopflampen bei 5,1 VGleichspannung. Die
Nennstromstärken liegen je nach Gleichrichtertyp bei 85, 120, 500 und 1000 A.
Ladebühnen gibt es für 51 Lampen bei Wandaufstellung und 102 Lampen bei freier
Aufstellung im Raum, wobei die Bühnen für 102 Lampen die doppelte Tiefe haben.
Für das Aufladen von nur einer Lampe stellte die CEAG bis Ende der 80er Jahre
ein Einzelplatzladegerät vom Typ Z350.1 her, daß zu einer Reihe bis zu 10
Geräten zusammengesetzt werden konnte. Das Ladeverfahren entspricht dem der
großen Gleichrichter. FRIWO brachte mit der Kleinladebühne vom Typ 61144 ein
kompaktes Ladegerät für fünf Kopflampen heraus. Hatte man das Kopfstück
aufgesteckt, wurde über eine Zeitschaltuhr die Ladezeit eingestellt. Nach
Erreichen der Ladeendzeit schaltete diese den Ladestrom ab und die Kopflampe
erhielt eine Erhaltungsladung. Die aufgeladenen Lampen konnten so Wochen lang
an der Kleinladebühne angeschlossen bleiben. Aus wirtschaftlichen Gründen
wurde die Produktion solcher Ladegeräte aber von den Lampenherstellern
eingestellt.
Abb. 13:
FRIWO-Kleinladebühne vom Typ 61144.
Abb. 14:
Einzelplatzladegerät vom Typ Z350.1 von der
CEAG. Zusammengereiht zu einer Kleinladebühne von 4Kopflampen im
Tongrubenbetrieb der Firma Fastner &Co. GmbH (vormals AG Vereinigte
Großalmeroder Thonwerke).
5. Tabellarische Übersicht zur
Geschichte der Hersteller
5.1 Friemann &Wolf GmbH
[15]
1
881 –Erfindung der
Benzin-Sicherheitslampe durch den Feinmechaniker Carl Wolf in Zwickau
(Sachsen)
1882 –Patenterteilung und erste
praktische Versuche auf Zeche Centrum in (Bochum)-Wattenscheid
1883 –Bereits 450
Benzin-Sicherheitslampen im Einsatz
1884 –Gründung der Firma Friemann &Wolf
durch Carl Wolf (1838-1915) und den Brauereibesitzer Heinrich Friemann
(1842-1898)
1890 –Die Tagesproduktion beträgt nun 100
Benzin-Sicherheitslampen
1894 –Bau des Stammwerkes 1in der
Reichenbacher Straße 64-68 in Zwickau
1895 –Erstes Zweigwerk in Waldenburg (Walbrzych),
Niederschlesien
1899 –Nach dem Tode Heinrich Friemann
1898 Ausgliederung der Firma Carl Wolf &Söhne. Die Firma Friemann &Wolf
bleibt daneben bestehen.
Außer Sicherheitslampen werden von
Friemann &Wolf nun für schlagwetterfreie Bergwerke auch Grubenlampen mit
ungeschützter Flamme hergestellt.
1900 –Gründung der ersten
Tochtergesellschaft im Ausland: Fabrique Liégeoise de Lampes de Sûreté Hubert
Joris in Loncin bei Lüttich, Belgien
1901 –Die erste Acetylen-Sicherheitslampe
wird entwickelt. Bis 1910 folgen sechs weitere Modelle.
1903 –Die erste elektrische Grubenlampe
mit Bleiakkumulator (System Gülcher) wird auf den Markt gebracht.
1904 –Die erste offene Acetylenlampe wird
angeboten. Bis zur Einstellung der Produktion 1958 bleibt dieser Lampentyp
durch sein millionenfachen Verkauf ein wichtiges Standbein des Werkes.
1905 –Gründung der zweiten
Tochtergesellschaft im Ausland: The Wolf Safety Company Ltd. in Leeds, ab 1913
in Sheffield, England.
1906 –Seit 1883 sind fast 900.000 Lampen
gefertigt worden.
Am 31.12.1906 Umwandlung von Friemann &Wolf in eine GmbH
1907 –Gründung der Zweigniederlassungen
in Dortmund und Duisburg
Die erste elektrische Grubenlampe mit
alkalischem NiCd-Akkumulator wird eingeführt. Die Benzin-Sicherheitslampe
erlebt ihre höchste Blüte und wird in 102 Varianten angeboten.
1909 –Die millionste Wolf’sche
Benzin-Sicherheitslampe ist produziert
1910 –Gründung zweier
Tochtergesellschaften in Österreich: Gesellschaft für Wolflampen-Erzeugnisse
mbH, Weheditz (Bohatice, Tschechien) und Gesellschaft für
Wolflampen-Erzeugnisse mbH, Mährisch Ostrau (Ostrava, Slowakei)
1911 –In Saarbrücken wird ein neues
Zweigwerk eröffnet.
Gründung einer Tochtergesellschaft in den
USA: Wolf Safety Lamp Co. of Amerika Inc., New York. Für den amerikanischen
Markt werden besonders leichte Benzin-Sicherheitslampen aus einer
Aluminiumlegierung gefertigt.
1912 –Produktionsbeginn verbesserter
alkalischer Akkulampen (Patent Pörschke, Hamburg). Dieser NiCd-Akku mit
positiven Faltbandelektroden wurde als „Stahlakku“ bekannt und begründete den
Weltruf der Firma auch auf dem Gebiet des Akkumulatorenbaues.
1914 –1.500.000 Benzin-Sicherheitslampen
und 1.000.000 Acetylenlampen sind inzwischen vom Gesamtunternehmen in alle
Welt geliefert worden. Man zählt weltweit 2.000 Beschäftigte.
1918 –Nach Ende des Ersten Weltkrieges
werden die Tochtergesellschaften in Belgien, Frankreich, England und den USA
als Feindvermögen beschlagnahmt. Der Erwerb der Werke durch ihre Direktoren
Hubert Joris, William Maurice und D. Anglada sichert Friemann &Wolf auch
zukünftig maßgebenden Einfluß.
Die Werke Weheditz und Mährisch Ostrau
befinden sich jetzt in der neugegründeten Tschechoslowakei.
Für das Stammwerk 2wird ein Grundstück in
der Reichenbacher Straße 89a-b in Zwickau erworben und anschließend mit dem
Bau begonnen.
1922 –Nach der Volksabstimmung in
Oberschlesien befindet sich das Zweigwerk Kattowitz/Katowice nun in Polen.
1923 –Die erste elektrische Kopflampe
wird angeboten, nachdem in den USA diese Lampenart weite Verbreitung gefunden
hat.
1924 –Da die Benzin-Sicherheitslampe sich
mehr und mehr als Unsicherheitslampe erwiesen hat, wird sie in den meisten
deutschen Steinkohlenrevieren als Mannschaftslampe verboten. Ersatz bietet die
Akku-Rundlichtleuchte.
1926 –Ein neues Zweigwerk nimmt in
Leipzig die Produktion auf. Gründung eines Zweigwerkes in München.
1928 –Die erste Preßluftleuchte wird
entwickelt. Die erste Verbundleuchte, eine sinnvolle Kombination zwischen
Benzin-Sicherheitslampe und Akkulampe, wird eingeführt.
Die Belegschaft des Stammwerkes in Zwickau
ist auf 938 Personen angestiegen.
1930 –Wegen der Wirtschaftskrise ist die
Belegschaft im Stammwerk auf 432 Personen zurückgegangen.
1937 –In Zwickau wird die 2millionste
Benzin-Sicherheitslampe hergestellt.
1939 –Dank der Autarkiebestrebungen und
der Aufrüstung des Dritten Reiches steigt die Zahl der Beschäftigten im
Stammwerk auf 1.264 plus 584 in Duisburg, Waldenburg, München Weheditz.
1940 –Aufgrund der Kriegsproduktion
steigt die Zahl der Beschäftigten im Stammwerk auf 1.503 Personen.
Personalabzug zur Wehrmacht erfordert
anschließend den steigenden Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen
in unbekannter Höhe.
Die Notwendigkeit rationeller Fertigung
läßt u.a. die Einheits-Karbidgrubenlampe Typ 850z entstehen, die in ihrer
Grundform in Polen noch bis in die 90er Jahre hergestellt wird.
1944 –Der teilweise mit dem militärischen
Fertigungskennzeichen „cqx“ anonymisierte Produktionsausstoß hat sich seit
1938 verdoppelt.
1944/
1945 –Durch Bombenschäden werden die
Stammwerke 1und 2in Zwickau und das Zweigwerk Duisburg betroffen.
1945 –Nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges sind die Tochtergesellschaften in der Tschechoslowakei und in
Polen verloren.
Die Amerikaner besetzen kurz das Zwickauer
Stammwerk und nehmen Unterlagen, Fabrikate und Rohstoffe in den Westen mit.
Die nachfolgende sowjetische Miltäradministration setzt einen bevollmächtigen
Major an die Firmenspitze.
Als erste Reparationsleistung an die
Sowjetunion erfolgt die vollständige Demontage der Starterbatteriefertigung in
Werk 2und die Teildemontage der Alkaliakkufertigung in Werk 1.
Die Besitzer ziehen sich nach
Westdeutschland zurück und gründen im ehemaligen Zweigwerk Duisburg den neuen
Stammsitz der Firma Friemann &Wolf GmbH.
1947 –Im wieder aufgebauten Werk Duisburg
beginnt die Fertigung der bewährten Typen von Benzin-Sicherheitslampen,
Akku-Hand- und Kopflampen sowie Preßluftleuchten. Die Produktion von
Acetylenlampen wird nur kurzfristig mit dem neuen Typen 001 fortgesetzt.
1948 –Die alten Exportbeziehungen werden
wieder aufgenommen.
1950/
1951 –Die Lizenznahme 1950 für einen
leistungsstarken Silber-Zink-Akku folgt 1951 die Gründung der Silberkraft
Leichtakkumulatoren GmbH.
1959 –Zum 75jährigen Bestehen zählt die
Firma 750 Beschäftigte.
1963 –Die Konzentrierung auf den nicht
bergbaulichen Bereich beginnt u.a. mit der Herstellung von
Sicherheitsbeleuchtung und Notstromversorgungssystemen.
1967 –Beginn der Fertigung einer
Silber-Zink-Großbatterie mit 9,4 kWh bei 156 V
1970 –Fertigung der Weiterentwicklung der
Silber-Zink-Großbatterie mit einem Gesamtenergie-Inhalt von 27 kWh und 210 V
1971 –Erstmals werden nicht nur
schlagwetter-, sondern auch explosionsgeschützte Kopf- und Preßluftleuchten
auf den Markt gebracht.
Ein Betrieb für elektromechanische und
elektronische Fertigung, die Firma Heinrich Böckenholt in Ostbevern, wird vom
zweiten Tochterunternehmen, der Friemann &Wolf Gerätebau GmbH Duisburg,
erworben.
Mit der Serienfertigung einer
Silber-Zink-Batterie für Bordnetzausrüstung von Flugkörpern wird begonnen.
1972 –Das erste Steckernetzgerät der Welt
für Unterhaltungselektronik wird entwickelt.
1973 –Im Zweigwerk Ostbevern beginnt die
Serienfertigung kleiner Ladegeräte.
1974 –Der Satellit Aeros 2und die
Sonnensonde Helios 1sind mit Silberkraft-Spezialbatterien gestartet.
Die Organe der Gesellschaft setzen sich
wie folgt zusammen:
Aufsichtsrat: Dr. A. Salathé, Roger A.
Bitoun und Dr. Bernd Kalthegener. Geschäftsführung: K.H. Feist und Dr. Ernst
Häusler.
1977 –Beginn der Entwicklung einer
Notstrombatterie für Tornado-Kampfflugzeuge
1979 –Übernahme der Lizenzen für
Lithiumbatterien von der US-Firma Power Conversion.
Das Programm wird um die Produktion von
Stromversorgungen für Datenverarbeitungsanlagen erweitert.
1981 –Es können Lieferverträge für das
amerikanische Weltraumprogramm Space-Shuttle abgeschlossen werden.
1983 –Der seit 70 Jahren schärfste
Konkurrent auf dem Gebiet elektrischer Grubenlampen, die CEAG, übernimmt die
Firma. Damit gehören Friemann &Wolf zur VARTA-Gruppe. Man zählt noch 640
Mitarbeiter.
1984 –Zum 100jährigen Firmenjubiläum
existieren 143 in- und ausländische Patente.
1994 –Man verabschiedet sich aus dem
Grubenlampengeschäft. Ersatzteile werden z. Zt. noch geliefert. Im deutschen
Steinkohlenbergbau werden mit Ausnahme der Bergwerke Prosper Haniel und
Ibbenbüren ab diesem Zeitpunkt bei der Deutschen Steinkohle AG (DSK) nur noch
CEAG-Kopflampen gefahren.
Der schrumpfende Markt in Deutschland
reichte nicht mehr aus um zwei Hersteller zu „ernähren“.
1
997 –Die CEAG verkauft das Duisburger
Tochterunternehmen an den großen amerikanischen Batteriekonzern EXIDE.
5.2 Concordia-Elektrizitäts-AG
[16]
1906 –Am 27. 6. 1906 wurde die
Concordia-Elektrizitäts-AG (kurz CEAG) in Köln mit einem Aktienkapital von 1Million Mark gegründet. Außer der Bergmann Elektrizitätswerke AG waren 3Ingenieurbüros aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet an der Gründung beteiligt. Die ersten
Organe der Gesellschaft setzten sich wie folgt zusammen:
Aufsichtsrat: Generaldirektor S. Bergmann,
Berlin; Direktor P. Berthold, Berlin; Ingenieur H. Callsen, Düsseldorf;
Kaufmann F. Fuhrmann, Köln. Vorstand: F. Färber, Dortmund; O. Vollmann, Köln;
W. Steinert, Köln.
1907 –Der Sitz der Gesellschaft wird von
Köln nach Düsseldorf verlegt mit Büroräumen im „Concordia-Haus“ in der
Oststraße. Die von Fritz Färber entwickelte elektrische Grubensicherheitslampe
wird erstmalig im Bergbau praktisch eingesetzt.
1908 –Grubenkatastrophe auf der Zeche
Radbod und hierdurch veranlaßt
1909 –erstmalige Ausrüstung einer ganzen
Zechenbelegschaft –auf Radbod –mit elektrischen CEAG-Grubenlampen.
1911 –Die CEAG erwirbt die
Akkumulatorenfabrik Niehusen &Römpler, Berlin-Neuköln. Die Fertigung der
Grubenlampen wird von der Langestraße zur Kreuzstraße verlegt.
1912 –Das Vertragsverhältnis mit der
Bergmann Elektrizitätswerke AG wird gelöst, die
Herren der Bergmann Elektrizitätswerke
scheiden aus dem Aufsichtsrat aus. Fritz Färber wird zunächst alleiniges
Vorstandsmitglied, ab 1.7.1912 zusammen mit Heinrich Vogt, Düsseldorf. Die
CEAG erhält bei einem Preisausschreiben für die beste elektrische Grubenlampe
in England den 1. Preis, ein Ereignis von besonderer Bedeutung für die weitere
Entwicklung der Gesellschaft.
1913 –Die Akkumulatorenfabrik AG,
Hagen-Berlin, übernimmt am 21.10. die Mehrheit der CEAG-Aktien und sendet die
Herren F. Correnz, Berlin, und K. Roderburg, Hagen, in den Aufsichtsrat.
Die CEAG schließt den ersten
Lampenbewirtschaftungsvertrag mit der Zeche Radbod ab. Ab diesem Zeitpunkt
wird dort die Lampenstube in Fremdbewirtschaftung durch den Lampenhersteller
betrieben.
Gründung einer eigenen Niederlassung in
England, der CEAG Safety Lamps Corp. Ltd., London.
1917 –Fertigstellung eines eigenen
Fabrik- und Verwaltungsgebäudes in der Münsterstraße 231 in Dortmund.
1919 –Die Grubensicherheitslampen- und
Maschinenfabrik GmbH Wilhelm Seippel, Bochum, mit der schon seit 1914
vertragliche Bindungen bestehen, wird als Tochtergesellschaft übernommen.
1920 –Gründung der CEAG
Grubenlampengesellschaft Wehner &Co. in Teplitz-Schönau.
1921 –Fritz Färber scheidet unter
gleichzeitigem Eintritt in den Aufsichtsrat aus dem Vorstand aus. Im Vorstand
übernehmen Max Stoeck, bis zum Kriegsbeginn Geschäftsführer der CEAG, London,
die kaufmännische, Walter Gossmann die technische Leitung der Gesellschaft.
1923 –Erhöhung des Aktienkapitals der
Gesellschaft auf 54 Millionen Mark.
1925 –Gründung einer neuen englischen
Tochtergesellschaft, der Concordia Electric Safety Lamps Corp. Ltd. in
Cardiff.
Die Herstellung von Feuerlöschgeräten
aller Art wird in das Fabrikationsprogramm aufgenommen.
Am 2.5.1925 tritt Dr. Ing. Günther Quandt
in den Aufsichtsrat der CEAG ein.
1928 –Dr. Ing. Günther Quandt übernimmt
den Vorsitz im Aufsichtsrat.
1931 –Am 31.8.1931 wird der Sitz der
Gesellschaft von Düsseldorf nach Dortmund verlegt.
Heinrich Vogt scheidet aus dem Vorstand
aus und wird in den Aufsichtsrat gewählt.
1935 –Die Gesellschaft erwirbt die
Mehrheit der Kuxe an der Gewerkschaft Carl in Bochum.
1937 –Walter Gossmann, Mitglied des
Vorstandes seit 1920, verstorben.
1938 –Aufnahme der Luftfilterfertigung.
Fritz Färber und Heinrich Vogt scheiden aus dem Aufsichtsrat aus.
1940 –Herbert Quandt tritt in den
Aufsichtsrat der Gesellschaft ein.
1943 –Bomben zerstören einen großen Teil
des Dortmunder Werkes, die Verwaltung und Fertigung wird mit den geretteten
Maschinen nach Rietschenhausen in Thüringen verlegt.
1945 –Verlust des verlagerten Betriebes,
der 1947 durch das Land Thüringen enteignet wird. Beginn des Wiederaufbaus des
zerstörten Betriebes in Dortmund.
1947 –Max Stoeck, Mitglied des Vorstandes
seit 1920, am 29.6.1947 verstorben. Am 6.3. 1947 tritt Dr. K.-H. Sonne in den
Vorstand der Gesellschaft ein. Dr. jur. H. Pavel und Bergwerksdirektor i.R. P.
Hilgenstock werden zu Mitgliedern des Aufsichtsrates bestellt.
1948 –Dipl. Ing. H. Spies tritt am
7.4.1948 als technisches Vorstandsmitglied in die Gesellschaft ein. Am
21.6.1948 wird das Grundkapital der Gesellschaft auf 6Millionen DM neu
festgesetzt.
Der Wiederaufbau des zerstörten Fabrik-
und Verwaltungsgebäudes in Dortmund wird beendet. Beginn des Ausbaus der
Elektro-Großhandelsabteilung.
1955 –Herbert Quandt übernimmt den
Vorstand im Aufsichtsrat.
1956 –Der Neubau einer großen Fabrikhalle
und der Ausbau des Verwaltungsgebäudes werden vollendet.
Am 27.6.1956 feiert das Unternehmen sein
50jähriges Firmenjubiläum.
1971 –Fusion mit Dominitwerke GmbH,
Hoppecke Kreis Brilon i. Westfalen am 1. Januar 1971 zur CEAG-DOMINIT AG mit
Sitz in Dortmund.
1976-
heute –Die neue Firma CEAG-DOMINIT, die
dem Mutterkonzern VARTA angehört, wird später in ein Tochterunternehmen
umgewandelt und trug den Namen CEAG Licht- und Stromversorgungstechnik GmbH,
Dortmund. Diese Firma wechselte im Laufe der Jahre seine Besitzer (BBC, danach
ABB und heute CUBA). Mit dem Firmennamen CEAG Sicherheitstechnik GmbH hat sie
ihren Firmensitz dann nach Soest verlegt und ist heute u.a. der letzte
deutsche Hersteller von Akku-Kopflampen.
5.3. Dominitwerke GmbH
[17]
1921 –Gründung der Grubenlampenfabrik
DOMINIT am 15. Mai 1921, Abteilung der Sprengstoffabriken Hoppecke AG, Köln,
von den damaligen Besitzern der Sprengstoffabrik, gemeinsam mit Gustav Dupuis
und Viktor Pawelecki. Aufnahme der Fertigung von Grubenleuchten im Werk
Bremecketal zwischen Brilon und Hoppecke.
1923 –Am 1. April 1923 wird die erste
Schachtanlage im Ruhrgebiet mit 2.000 Grubenlampen beliefert. Man schließt den
ersten Lampenbewirtschaftungsvertrag ab.
1925 –Es sind bereits 30.000
DOMINIT-Grubenlampen in Bewirtschaftung. Herstellung der ersten Klein- und
Schutztransformatoren. Der Sitz der Verwaltung und des Vertriebes der
Dominitwerke wird nach Dortmund verlegt.
1927 –Übernahme der Dominitwerke durch
die Accumulatoren-Fabrik AG, Hagen.
1939 –Am 26. Oktober 1939 werden die
Dominitwerke in eine GmbH umgewandelt.
1940 –Lieferung der ersten
Hochspannungstransformatoren, vier Jahre später sind Leistungen von 1.000 kVA
erreicht.
1943 –Die gesamte Verwaltung und der
Vertrieb wird nach Hoppecke verlegt, da die Verwaltung in Dortmund ausgebombt
ist.
1945 –Beginn einer neuen
Entwicklungsphase mit weit gesteckten Zielen durch den 1954 verstorbenen Dr.
Günther Quandt, der ebenfalls seit 1928 im Aufsichtsrat der CEAG tätig war.
1946 –In die Geschäftsführung treten Hans
Debley und Wilhelm Uebenn ein.
1950 –Ausdehnung des
Fabrikationsprogrammes auf Starkstrom- und Elektrolyt-Kondensatoren.
1954 –Bau der ersten Großtransformatoren
mit einer Oberspannung von 110 kV.
1959 –Es werden auch
schlagwettergeschützte Hoch- und Niederspannungs-Transformatoren mit Trocken-,
Öl- oder Chlophenkühlung hergestellt.
1961 –Zum 40jährigen Firmenjubiläum
werden 1.500 Mitarbeiter beschäftigt.
1963 –Errichtung des Zweigwerkes
Wulmeringhausen und Obermarzberg, wo nun die Wickel- und Montagearbeit für
Transformatoren durchgeführt wird.
1965 –Es wird der Fertigungsbereich
Elektrolyt-Kondensatoren aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Die
vornehmlich weiblichen Mitarbeiter werden in den Gerätebau übernommen.
1969 –Das Unternehmen wird wegen der
schlechten Wirtschaftslage umorganisiert. So wird der Geräte- und Leuchtenbau
nach Soest verlagert. Der Geschäftsbereich Starkstromtechnik bleibt in Brilon.
1971 –Fusion am 1. Januar 1971 mit der
CEAG zur CEAG-DOMINIT Aktiengesellschaft mit Sitz in Dortmund. Der im
Bremecketal verbliebene Werksteil wird unter dem Namen CEAG-DOMINIT
Starkstromtechnik weitergeführt.
Dort stellt man u.a. Geräuscharme
Transformatoren, Netztransformatoren mit hermetisch geschlossen Kesseln,
Transformatoren für den Fahrbereich der Bundesbahn und Trockentransformatoren
mit Gießharzisolationen her.
1973 –Die Muttergesellschaft der
CEAG-DOMINIT AG, die Firma VARTA, schließt mit dem Elektrokonzern ASEA eine
Zusammenarbeit im Geschäftsbereich Starkstromtechnik ein. Dadurch werden die
Werke Bremecketal und das Werk August Lepper in Honnef zur LEPPER-DOMINIT GmbH
umgewandelt.
1981 –Es verschwindet der Firmenname
DOMINIT, nachdem sich die VARTA aus der bestehenden GmbH zurückgezogen hat und
die Firma nun ASEA-Lepper GmbH heißt. Der Kondensatorenbau wurde ausgegliedert
und der Firma ASEA-Kondensatoren GmbH zugeordnet. Man zählt im Werk
Bremecketal noch 300 Mitarbeiter.
1984 –Man verkauft das Werk Bremecketal
an die Gebrüder Maxrath aus Bonn. Man nennt sich wieder Dominitwerke, jetzt
aber als GmbH und Co. KG. Die neugegründete DOMINIT übernimmt 123 Mitarbeiter.
1987 –Durch finanzielle Schwierigkeiten
kommt es jedoch am 20. März 1987 zum Konkurs. 150 Mitarbeiter sind davon
betroffen und werden arbeitslos.
6. Anhang: Sonderleuchten
Die Geschichte der Sonderleuchten ist noch
lückenhaft, aber dennoch soll an dieser Stelle kurz auf diese Lampenart
eingegangen werden. Es handelt sich hierbei um Akku-Kopflampen, die so
umgebaut waren, daß sie als Warn-, Signal- und Kombi-Gaswarngeräte betrieben
werden konnten. Diese sind sowohl von FRIWO als auch CEAG und DOMINIT
hergestellt und auf dem Markt angeboten wurden.
So wurde von FRIWO z.B. eine
Universal-Gasprüf- und Warnleuchte um 1960 auf den Markt gebracht, die in
Verbindung mit einer umgebauten Benzin-Wetterlampe vom Typ 20502 betrieben
wurde. Bei normalem Brennen der Benzin-Wetterlampe schaltet eine spezielle
Elektronik die Kopflampe ein. Ein Verlöschen der Flamme in der Wetterlampe
brachte automatisch die Kopflampe ebenfalls zum Erlöschen. Dies war ein
sicheres Zeichen für schlechte Wetter
[18]
.
Jedoch konnte sich diese Sonderleuchte nicht auf dem Markt halten, da sie zu
teuer war und wenig später von den modernen Gasspürgeräten abgelöst wurde. Die
CEAG brachte mit der Sonderleuchte MLC 5.1 Wein sog. Licht-Ton-Signalgerät
auf den Markt, das zur Warnung vor unbemannten Transportmitteln diente. FRIWO
hatte eine gleiche Sonderleuchte vom Typ 14303-03 angeboten. Für den
Zugverkehr unter Tage wurden von FRIWO Zugschlußleuchten mit roten Warnlicht,
wie z.B. der Typ 14201 Zund Zugschlußblinkleuchten mit gelben Warnblinklicht,
wie z.B. der Typ 14201 ZBL hergestellt, die später von der Typen 14202 Zund
14202 ZBL abgelöst wurden sind.
Für
vielfältige Informationen zur Akku-Kopflampe möchte ich folgenden Damen und
Herren herzlich danken: Sabine VOLMER (Stadtarchiv/Stadtmuseum in Brilon),
Margarete MERZ (Deutsches Bergbau-Museum, Bochum), Frau KLOFT und Herrn
KALLASCH (Friemann &Wolf GmbH, Duisburg), Herren PFEIFFER und NIGGELMANN
(Deutsche Steinkohle AG, Herne), Hans-Joachim GLAPA (Herten), Friedhelm
SCHMÖLLER (Recklinghausen), Burkhard BREDENBECK (Witten), Rüdiger STANKE
(Zeche Hirschberg GmbH, Großalmerode-Epterode), Jörg AUGSTEN (Fastner &Co.
GmbH, vormals AG Vereinigte Großalmeroder Thonwerke, Großalmerode), Elmar
RADEMACHER (Recklinghausen) und Detlev SEEL (Vreden).
Ein besonderer Dank geht auch an Herrn
Axel URFF
(Großalmerode)
für die tollen Nahaufnahmen von Akku-Kopflampen.
Literaturverzeichnis
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CEAG (1956): Wir dienen der Sicherheit 1906-1956. Firmenchronik herausgegeben anläßlich zum 50jährigen Firmenjubiläum. Verlag Hoppenstedts Wirtschaftsarchiv GmbH, Darmstadt.
CEAG: Bedienungsanweisung für Kopfleuchte Typ
MLC 5.1, Typ MLC 5.1 Ex, Typ MLC 4.1, Typ MLC 9, Typ MLC 9Ex und
Ladeeinrichtung. CEAG Licht- und Stromversorgungstechnik GmbH, Dortmund.
CEAG (1996): Bedienungsanweisung Kopfleuchte
MLC 9.2 und Ladeeinrichtung. CEAG Sicherheitstechnik GmbH, Soest.
DOMINIT (1961): Pulsschlag eines jungen
Unternehmen. Firmenchronik herausgegeben anläßlich zum 40jährigen
Firmenjubiläum. Verlag für Wirtschaftspublizistik Wiesbaden. Verantwortliche
Gesamtleitung: H. BARTELS.
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FRITZSCHE, C.H. (1957): Lehrbuch der
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Heidelberg.
FRIWO (1974): Firmenprospekt der Firma
Friemann &Wolf GmbH, Duisburg.
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KEUL, R. (1959): Gesichtspunkte zur
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REINHARDT, M., BECK, F., BURKARDT, F. &SORGE, J. (1992): Entwick- lung verbesserter Kopfleuchten, in: Glückauf
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SORGE, J. &PFEIFFER, H.G. (1993):
Kopfleuchten werden heller und leichter, in: AS (Arbeit &Sicherheit), Jahrg.
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VOß, P. (1995): Die Zechen in Hamm.
Bildchronik der Bergwerke Heinrich Robert, Maximilian, Radbod, Sachsen,
Westfalen. 2. Auflage, Regio-Verlag Peter Voß, Werne.
WEINBERG, H.J. [Hrsg.] (1998): Die
Grubenlampe –Von Zwickau in die ganze Welt. Dokumentation der Ausstellung
über Produkte der Firma Friemann &Wolf im Städtischen Museum Zwickau vom
1.6.-20.7.1997, Göttingen.
Die Fotos stammen von Stefan BAUER, Axel
URFF und Burkhard BREDENBECK.
Der Verfasser
Stefan BAUER Großalmerode
Abb. 16:
Akku-Kopflampe CEAG
Typ: MLC 4.1 S
Akku: NiCd (dreizellig) 3,90
V
Glühlampe: 3,75 V, 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 160 mm
Breite 121 mm
Tiefe 56 mm
Gewicht: 2.000 g
Abb. 15:
Akku-Kopflampe
CEAG
Typ: MLO 2S
Akku: NiCd (dreizellig)
3,90 V
Glühlampe: 3,75 V, 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 178 mm
Breite 92 mm
Tiefe 45 mm
Gewicht: nicht bekannt
Bemerk.: Das Geleucht ist
mit einem DOMINIT-Kopfstück ausgerüstet, es fehlt außerdem die
Ledertragetasche.
Abb. 17:
Akku-Kopflampe CEAG
Typ: MLC 9.2 EEX I
Akku: NiCd (dreizellig)
3,75 V
Glühlampe: 3,75 V, 0,8/0,4 A
Maße: Höhe 193 mm
Breite 120 mm
Tiefe 42 mm
Gewicht: 1.975 g
Abb. 18:
Akku-Kopflampe CEAG
Typ: MLC 5.1 Ex
Akku: NiCd (dreizellig) 3,90 V
Glühlampe: 3,75 V, 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 194 mm
Breite 133 mm
Tiefe 54 mm
Gewicht: 2.300 g
Abb. 19:
Akku-Kopflampe CEAG
Typ:
HLE 7L EN
Akku: NiCd
(Trockenbatterie, ohne flüssiges Elektrolyt) 3,75 V
Glühlampe: 3,75 V, 0,8/0,4
A
Maße: Höhe ca. 200 mm
Breite ca. 150
mm
Tiefe ca. 55 mm
Gewicht: 2.000 g
Bemerk.: Geleucht mit
Lederschutztasche (Bild rechts) und im eingeschalteten Zustand mit
Anschlußkabel an das 230 VLichtnetz (Bild rechts unten).
Abb.
20:
Akku-Kopflampe DOMINIT
Typ: KS 50 S
Akku: NiCd (dreizellig) 3,80
V
Glühlampe: 3,75 V(seidenmatt), 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 180 mm
Breite 108 mm
Tiefe 46 mm
Gewicht: nicht bekannt
Abb.
21:
Akku-Kopflampe DOMINIT
Typ: KS 30/1 S
Akku: NiCd (dreizellig) 3,80
V
Glühlampe: 3,75 V(seidenmatt), 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 216 mm
Breite 110 mm
Tiefe 45 mm
Gewicht: 2.300 g
Abb.
22:
Akku-Kopflampe DOMINIT
Typ: KS 11 Ex
Akku: NiCd (dreizellig) 3,80
V
Glühlampe: 3,75 V(seidenmatt),
1,0/0,5 A
Maße: Höhe 236 mm
Breite 109 mm
Tiefe 45 mm
Gewicht: 2.400 g
Bemerk.: Anschauungslampe in
Bild rechts. Bild rechts unten: Die original gefahrene Lampe, aber als Typ KS
11 S.
Abb.
23:
Beamten-Akku-Kopflampe
FRIWO
Typ: 12401 S Maße: Höhe m. Tragebügel 215 mm
Breite 76 mm
Tiefe 29 mm
Gewicht: nicht bekannt
Bemerk.: Kopflampe mit 3V
Zilber-Zink Akkumulator.
Abb.
24:
Akku-Kopflampe FRIWO
Typ: 14303 S
Akku: NiCd (dreizellig)
3,90 V
Glühlampe: 3,75 V, 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 183 mm
Breite 129 mm
Tiefe 58 mm
Gewicht:
Bemerk.: Geleucht-Nr. 42,
gefahren im Braunkohlentiefbau der Zeche Hirschberg/Großalmerode bis 1997.
Abb.
25:
Akku-Kopflampe FRIWO
Typ: 14201 S
Akku: NiCd (zweizellig) 2,60
V
Glühlampe: 2,50 V(seidenmatt und klar), 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 171 mm
Breite 115 mm
Tiefe 49 mm
Gewicht: 1.910 g
Bemerk.: Lampe (Bild links)
mit neuem Kopfstück vom Typ 14152 im eingeschalteten Zustand. Gefahren auf
Bergwerk Graf Bismarck/Gelsenkirchen (RAG). Bild unten links: Kopflampe 14201
im original Zustand und mit Kopfstück vom Typ 14161.
Abb. 26:
Akku-Kopflampe FRIWO
Typ: 14202 S
Akku: NiCd (zweizellig) 2,60
V
Glühlampe: 2,50 V, 1,0/0,5 A
Maße: Höhe 179 mm
Breite 115 mm
Tiefe 45 mm
Gewicht: 1.785 g
Bemerk.: Das Geleucht wurde
auf dem Bergwerk Graf Bismarck/Gelsenkirchen (RAG) gefahren.
Abb.
27:
Licht-Ton-Signalgerät
CEAG
Typ: MLC 5.1 W
Akku: NiCd (dreizellig) 3,90
V
Bemerk.: Sonderleuchte für
unbemannte Transportmittel mit elektrischen Warnteil.
Abb.
28:
FRIWO-Ladebühne in der
Lampenstube des Braunkohlenbergwerkes Zeche Hirschberg bei Großalmerode im
November 1999. Bei dieser Ladebühne handelt es sich um eine
Sonderanfertigung, in der 45 Lampen des Typ 14303 aufgeladen werden können. Im
Hintergrund sind AUER-Sauerstoff-Selbstretter vom Typ SSR 120 zu erkennen, die
im Notfall dem Bergmann für ca. 60 min Sauerstoff geben können.
Abb. 29:
85 A(?) Gleichrichter in der Lampenstube der
Zeche Hirschberg bei Großalmerode.
Abb. 30:
Lampenstube auf dem Verbundbergwerk
Lohberg/Osterfeld in Dinslaken der Deutschen Steinkohle AG (DSK) im Mai 2000.
Bewirtschaftet werden hier ca. 4.085 CEAG-Kopflampen vom Typ MLC 9.2, somit
hat Lohberg/Osterfeld die größte Lampenstube der DSK.
Abb. 31:
ABB CEAG Ladegerät vom Typ LG 360/5 in der
Lampenstube von Lohberg/Osterfeld. Die moderne Ladetechnik läßt die alten und
großen Ladegleichrichter allmählich aus den Lampenstuben verschwinden (vgl.
auch die Abb. 32).
Abb. 32:
Lampenstube auf dem DSK Bergwerk Prosper
Haniel 5, Schacht 10 im Mai 2000. Hier handelt es sich um eine der letzten
Lampenstuben des Ruhrkohlenbergbaus, wo noch FRIWO-Kopflampen vom Typ 14202
gefahren werden. Im Hintergrund erkennt man noch recht gut die modernen
Ladegeräte, die hier im Jahre 1993 in Betrieb gegangen sind und bisher
Störungsfrei funktionierten.
Abb. 33: Lampenwart bei der Reparatur eines Kopfstückes in der Werkstatt der Lampenstube vom Bergwerk Prosper Haniel 5, Schacht 10 im Mai 2000 .
[1] BÖRKEL und WOECKNER (1987) S. 392 a.a.O.
[2] KEUL (1966) S. 903 a.a.O.
[3] VOß (1995) S. 41 a.a.O.
[4] Chronik CEAG (1956) S. 28 a.a.O.
[5] WEINBERG (1998) S. 123 a.a.O.
[6] Alle schlagwettergeschützten Lampen trugen als Symbol das „S“-Zeichen und bei der explosions- geschützten Ausführung das „Ex“-Zeichen.
[7] Die Kopflampe wird heute auch als sog. Kopfleuchte bezeichnet.
[8] Die Kopfleuchte der Baureihe HLE 7darf übrigens nur in dieser Ledertasche gefahren werden (wegen Ex-Schutz).
[9] KEUL (1959) S. 190 a.a.O.
[10] KEUL (1966) S. 904 a.a.O.
[11] GELLERT (1967) S. 87 Aa.a.O.
[12] KEUL (1966) S. 905 a.a.O.
[13] FRITZSCHE (1957) S. 733 a.a.O.
[14] LINDNER (1958) S. 1354-1355 a.a.O.
[15] Vgl. WEINBERG (1998) S. 15-21 und FRIWO (1974) S. 3-7
[16] Vgl. CEAG (1956) S. 84-86
[17] Vgl. DOMINIT (1961) S. 8-9, S. 49 und OTTERSON (1992) S. 87-95 a.a.O.
[18] BÖRKEL und WOECKNER (1987) S. 471 a.a.O.